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Volkshochschule beider Basel - Philatelie

Eine Einführung in das Briefmarkensammeln. In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Liestal.
Die Welt der Philatelie ist unerschöpflich. Seit 1840 werden in aller Welt Briefmarken benutzt. Sie revolutionierten die Kommunikation und machten Briefeschreiben für weite Bevölkerungsschichten erst erschwinglich.
Johannes Hoffner, Lehrer am Gymnasium Liestal, Schweizer Briefmarken-Prüfer und Vizepräsident des Briefmarkensammler-Verein Baselland gibt eine Einführung in der Welt der Philatelie.
Lesen sie » hier mehr über die Vorlesung, den Kursinhalt und die Anmeldung zu diesem Kurs der Volkshochschule beider Basel.


Die Volkshochschule - Werbung für Philatelie

Elf Teilnehmer besuchten an der Volkshochschule beider Basel den Kurs „Philatelie – Eine Einführung in das Briefmarkensammeln“, der an drei Abenden im April 2014 stattfand. Ursprünglich waren je 90 Minuten vorgesehen, aber es wurden immer 2 Stunden oder mehr daraus.

Zunächst brachte der Kursleiter durch einige eigene und fremde Sammlungen, interessante Marken und Belege seine Freude und Motivation für die Philatelie zum Ausdruck. Dann konnten die Kursteilnehmer ihre Erwartungen äussern: Einige hatten geerbt und wussten nicht, was sie mit einer Sammlung tun sollten: weitersammeln, oder veräussern. Andere sammeln schon lange und wussten nicht so recht, wie vertiefen und suchen neue Impuls für ihre Sammlung. Drei der Teilnehmer sind Mitglieder in Sammlervereinen der Region.
Im Folgenden wurden verschiedene Arten Sammlungen vorgestellt: Zigarrenkisten-, Kinder-, Motiv-, Katalog-, Heimat- und Ausstellungssammlungen. Alle Teilnehmer konnten blättern und diskutieren. Dann ging es natürlich um die Frage nach dem Wert einer Sammlung. Hier wurde zwischen dem persönlichen, emotionalen Wert für den Sammler und dem finanziellen Wert unterschieden, der meist überschätzt wird. An einer Übung mit einem Briefmarken-Katalog und Auktionsangeboten wurde geklärt, dass der Marktwert und der Katalogwert nur bedingt etwas miteinander zu tun haben. Der Katalog aber eine Richtschnur gibt.

Da sich auch in einer ererbten Sammlung Fälschungen verbergen können, war das leidige Thema Fälschungen ein besonderes Anliegen des Kursleiters. Was ja vor 80 Jahren in der Sammlung des Grossvaters schon falsch war, ist bis heute nicht echter geworden. Da der Käufer ja gute Ware für gutes Geld erwerben möchte, lohnt es sich auch für den Verkäufer gute Ware nur geprüft zu verkaufen, da er dann einen höheren Preis erzielen kann.
Die Teilnehmer waren erstaunt, dass Briefmarkenprüfer sich nur auf einem (kleinen) Teilgebiet der Philatelie so gut auskennen, dass Sie einen Befund erstellen können.

Erben und Vererben ist wohl in der Philatelie die schwierigste Disziplin. Die Erben unter den Kursteilnehmern konnten bestätigen, dass sie Sammlungen ohne Informationen zum Wert und Aufbau geerbt hatten und nun recht ratlos dastanden.

Daher die Bitte aller potentiellen Erben an alle Sammler: Kennzeichnen Sie die wichtigsten Stücke Ihrer Sammlung und erstellen Sie darüber ein Inventar.Informieren Sie Ihre Angehörigen über den potentiellen Wert Ihrer Sammlung, seien Sie dabei ehrlich zu sich selber.Nennen Sie Ihren Erben einen Ansprechpartner aus dem Verein, Auktionator oder Händler, an den sie sich wenden können.
Hand aufs Herz: Haben Sie schon gehandelt?

Am letzten Abend wurden Wege vorgestellt, mit denen man eine eigene neue Sammlung strukturieren und erweitern kann. Dazu erhielten alle Teilnehmer eine Liste mit ausgewählten Internetadressen zur Philatelie. Auf den Tischen im Kurslokal lagen zudem an den drei Abenden Zubehör, Literatur, Auktionskataloge, Händlerpreislisten und Sammlungen aus, die die Teilnehmer anschauen konnten.

Das Fazit der Kursteilnehmer: Die unterschiedlichen Erwartungen wurden erfüllt. Einige sind nun motiviert eine eigene Sammlung aufzubauen.

Das Fazit der Kursleiters:
Ich war erstaunt, dass der Kurs überhaupt zustande kam. Die Teilnehmer waren sehr interessiert und es war spannend, Personen, die ich nicht kannte, die Faszination Philatelie zu vermitteln. Die Diskussion über den Wert einer Sammlung war für einige der Teilnehmer ernüchternd, aber ich hoffe, dass es nun weniger böse Überraschungen gibt.
Vielleicht werden wir ein paar Teilnehmer in unseren Vereinen begrüssen dürfen und ich hoffe dann, dass wir als langjährige Sammler nicht den alten Fehler machen, dass wir einem Anfänger oder einer Anfängerin sagen, wie er oder sie zu sammeln hat. Die meisten von uns fingen mit einer postfrisch und gestempelt Sammlung an, oft noch aus dem Abo. Es hat dann einige Jahre gedauert bis wir unser persönliches Steckenpferd gefunden haben. Wenn wir den Gästen und Neumitgliedern dabei helfen, halten wir die Philatelie am Leben.

In meinen Augen hat dieser Volkshochschulkurs Breitenwirkung erzielt, hat nichts gekostet und ich kam mit Leuten direkt in Kontakt. Falls es andere Philatelisten gibt, die einen solchen Kurs geben möchten, stelle ich die Kursunterlagen gerne zur Verfügung.

Johannes Hoffner, Briefmarkensammlerverein Baselland in Liestal
Informationen unter : Briefmarken-bl.ch