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Die Gelegenheit ist günstig, sich mit den Briefmarken und der Postgeschichte von Ländern zu befassen, die an der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien auf die Schweiz treffen.
Das Sammeln von französischen Marken und Postgeschichte hat bei uns eine grosse Tradition. Die Markenbilder befassen sich meistens mit Örtlichkeiten, Persönlichkeiten und Ereignissen in Frankreich und sind von hervorragender grafischer Gestaltung und Herstellung. Das Sammelgebiet ist sehr umfassend und sprengt in seiner Vielfalt (Kolonien, Kriege etc.) meistens die Möglichkeiten der Sammler.

Bereits kurz nach der Errichtung der 2. Republik in Frankreich unter Louis Napoléon Bonaparte entschloss man sich zur Ausgabe eigener französischer Briefmarken nach britischem Vorbild. Am 1. Januar 1849 erschienen die ersten Briefmarken zu 20 Centimes und 1 Franc in den französischen Postämtern. Die Werte zu 20 Centimes (vingt centimes noir) und 1 Franc (Un franc vermillon) waren Teil der französischen Freimarkenausgabe Cérès, deren weitere Werte in den Folgejahren erschienen. Die ungezähnten Briefmarken wurden in der Pariser Münzanstalt im Buchdruck auf leicht getöntem Papier hergestellt. Die Verwendung der Cérès-Marken war nur von kurzer Dauer. Nach der Wiedererrichtung des Kaiserreichs erschienen Marken mit dem Abbild des Kaisers und der Landesbezeichnung Empire Franc.

In den Jahren bis zum Deutsch-Französischen Krieg erschienen ausnahmslos Marken mit dem Abbild des Kaisers mit verschiedenen geänderten Zeichnungen. Ab 1863 erschienen die ersten gezähnten Marken Frankreichs.

Die berühmteste französische Nachrichtenübertragung während des Deutsch-Französischen Krieges war jedoch die Ballonpost. 1870 und 1871 wurde die Verbindung zwischen Paris und dem unbesetzten Frankreich durch ein geschicktes Zusammenspiel zwischen Ballonpost und Brieftauben aufrechterhalten. Noch vor der Kapitulation Frankreichs am 28. Januar 1871 wurde bereits im Jahre 1870 in Bordeaux eine provisorische Regierung der Dritten Republik gebildet, die am 11. Oktober 1870 die ersten Briefmarken der neuen Republik herausgab. Man wählte als Motiv wiederum die Cérès. 1876 wurde die Cérès-Ausgabe durch die Allegorie-Serie Type Sage abgelöst, die die Symbole für Handel und Frieden zeigt. Die Säerin, Type Semeuse mit glattem und schraffiertem Hintergrund folgten ab 1903. Die Tarife wurden ohne Veränderung bis zum Beginn des 1. Weltkrieges beibehalten.

Gleich zu Beginn 1. Weltkrieges besetzte das Deutsche Reich einige französische Gebiete im Norden und Nordwesten des Landes. Hier kam es zur Ausgabe einiger Deutscher Besatzungsausgaben. Ab 1. Dezember 1916 wurden diese als Etappengebiet West zusammengefasst und mit einer einheitlichen Besatzungsausgabe versorgt. Bei dieser Ausgabe handelte es sich um die deutsche Germania-Ausgabe mit französischem Wertaufdruck. Frankreich trat aus dem 1. Weltkrieg als Sieger hervor. Der Gewinn des vormals deutschen Gebietes Elsass-Lothringen und auf Grund des Vertrags von Versailles wurde Frankreich bis 1923 Schutzmacht einiger Gebiete und Länder und gab Briefmarken der französischen Mandats-Verwaltungen heraus. Das französische Posttarifsystem wurde bis zu Beginn des 2. Weltkriegs auf Grund einer kleinen, aber fortschreitenden Inflation in den 1920er-Jahren mehrmals erhöht. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges vervierfachte sich die Gebühr für einen Standardbrief.

Während des 2. Weltkriegs wurde Frankreich in einen deutsch besetzten Teil im Norden und den État français im Süden aufgeteilt, der die Dritte Republik ablöste. Elsass-Lothringen wurde vollständig an das Deutsche Reich angeschlossen. Der Krieg in Frankreich hatte schwere Folgen für das französische Postsystem. Es kam zu zahlreichen Einschränkungen und zeitweiligen Einstellungen. Im besetzten Teil erschienen bald mehrere lokal verwendete deutsche Besatzungsausgaben. Ab dem Jahr 1940 verwendete das Vichy-Regime die ersten eigenen Freimarken. Diese zeigten meist das neue Staatsoberhaupt Henri Philippe Pétain.
Im Oktober 1944 wurden die ersten französischen Freimarken des befreiten Frankreichs ausgegeben. Nach der Befreiung Frankreichs wurden in zahlreichen Orten die kursierenden Freimarken mit RF (République française) oder dem Lothringer Kreuz, überdruckt.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs konnte die französische Post schnell wieder die Postverbindungen im ganzen Land herstellen. Die Inflation der Vierten Republik wirkte sich auch bald auf die französischen Posttarife aus. Entsprechend wurde zum 1. Januar 1960 auf den neuen Franc umgestellt. Der Indochina- und Algerienkrieg bedeuteten schliesslich das Ende der französischen Kolonien und der Vierten Republik.

Heute sind die französischen Briefmarkenausgaben vor allem durch die Marianne-Dauermarken geprägt, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Zeichnungen verausgabt werden. Ab 1. Januar 1999 erfolgte sukzessive die Umstellung auf die Doppelwährung Franc/Euro und am 1. Januar 2002 komplett auf den Euro.



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