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1. Mai

1. Mai 1890
Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai auf. Der 1. Mai war traditionell auch der moving day, an dem öfter Wechsel im Beruf oder Wohnort durchgeführt wurden. Auch in einer Chicagoer Fabrik für landwirtschaftliche Geräte erklärten sich zu dieser Zeit die Mehrheit der Arbeiter solidarisch gegen die Betriebsleitung und drohten mit Streik, weil sie unzufrieden waren mit dem 12-Stunden-Tag. Die Geschäftsleitung reagierte mit Massenaussperrungen und versuchte, die nun 800 bis 1000 freien Stellen mit neuen Einwanderern zu besetzen. Bei einer Protestkundgebung am Tag darauf eskalierte die Gewalt. Bei dem anschließenden Gefecht, das in die US-Geschichte als Haymarket Affair eingegangen ist, wurden mehr als 200 Arbeiter verletzt; die Zahl der Toten wird mit sieben Polizisten und der dreifachen Anzahl Arbeiter angegeben. Auf der Zweiten Internationalen 1889 wurde zum Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal dieser Protest- und Gedenktag mit Massenstreiks und Massendemonstrationen in der ganzen Welt begangen.

2. Mai

2. Mai 1670
Am 2. Mai 1670 wurde die Hudson’s Bay Company – ihr vollständiger Name lautete: Governor and Company of Adventurers of England trading into Hudson’s Bay – mit einer königlichen Urkunde von Charles II. gegründet. Ihr Vorsitzender hieß Governor, die Anteilseigner hießen Proprietors (Besitzer). Die Urkunde gewährte dem Unternehmen das Monopol auf den Handel mit den Indianern, insbesondere auf den Fellhandel, in dem Gebiet, das von den Flüssen entwässert wird, die in die Hudson Bay münden. Es umfasste 3,9 Millionen km² im Wassereinzugsgebiet der Hudson Bay – mehr als ein Drittel des heutigen Kanada – und erstreckte sich bis in den nördlichen mittleren Westen der USA. Die genauen Grenzen waren jedoch in jener Zeit unbekannt. 1869 erklärte sich die Gesellschaft bereit, ihr kanadisches Gebiet an den neu gegründeten Dominion Kanada abzutreten. 1870 wurde das Handelsmonopol abgeschafft und der Handel in dieser Region für jeden Unternehmer geöffnet.

3. Mai

3. Mai 1898
Golda Meir, eigentlich Goldie Mabowitsch, israelische Politikerin wird in Kiew geboren (†8.12.1978). Sie emigriert mit ihrer Familie in die USA. Während ihres Studiums engagierte sie sich in der zionistischen Bewegung und wanderte mit ihrem Mann Morris Myerson 1921 in das britisch besetzte Palästina aus. Während des Zweiten Weltkriegs setzte sich sie sich in verschiedenen Tätigkeiten für die zionistische Sache ein und gehörte 1948 zu den Unterzeichnern der israelischen Unabhängigkeitserklärung. In den nächsten Jahrzehnten übernahm Meir unterschiedliche politische Ämter. 1969 wurde sie zur israelischen Premierministerin der neu gegründeten Arbeitspartei gewählt. Sie führte die Regierungsgeschäfte während des Yom-Kippur-Kriegs und legte ihr Amt 1974 nieder.

4. Mai

4. Mai 1929
Audrey Hepburn, eigentlich Edda van Heemstra Hepburn-Ruston, US-amerikanische Schauspielerin wird in Ixelles/Elsene, Belgien geboren (†20.1.1993 in Tolochenaz VD, Schweiz). In London, wo sie als Model arbeitete, wurde sie entdeckt und übernahm ihre erste Rolle in einem Musical. Mit "Die Verblendeten" gelang ihr 1952 der Durchbruch. Für ihre Rolle im 1954 gedrehten Film "Ein Herz und eine Krone" mit Gregory Peck wurde die wegen ihrer warmen Ausstrahlung beliebte Hepburn mit dem Oscar als beste weibliche Darstellerin ausgezeichnet. Weitere Filme waren unter anderm "Geschichte einer Nonne"(1959) und "Frühstück bei Tiffany" (1961). Ihren letzten Filmauftritt hatte die Sonderbotschafterin der UNICEF 1989 in "Always" als Engel.

5. Mai

5. Mai 1921
In Paris wurde der Öffentlichkeit ein neues Parfüm präsentiert: Chanel No. 5. Ein Duft, der sich zu einem der bekanntesten Düfte der Welt entwickeln sollte und der symbolhaft für den Erfolg der französischen Modefirma Chanel steht. Die französische Modeschöpferin Coco Chanel hatte 1914 ihre ersten beiden Modeboutiquen in Paris und Deauville eröffnet. Sie revolutionierte in den 1920er-Jahren die Modewelt, als sie die eingeschnürte Frau aus dem Dekor des Fin de Siecle befreite. Die Designerin kreierte Kleider aus weichen Stoffen, wie Jersey und Tweed, in kargen, dunklen Farbtönen. Sie schaffte eine neue klare Linie, die berühmte schlanke Chanel-Silhouette.

6. Mai

6. Mai 1994
Der Grossbritannien mit dem französischen Festland verbindende Eurotunnel wurde am 6. Mai 1994 von Staatspräsident François Mitterand und Königin Elisabeth II. eingeweiht. Die Bauarbeiten zu dem Grossprojekt hatten am 1. Dezember 1987 auf britischer Seite begonnen. Der entscheidende Durchbruch der Röhren erfolgte im Juni 1991. Nach umfangreichen Tests 1993 und 1994 fuhr am 1. Juni 1994 der erste Güterzug durch den Eurotunnel, im Dezember desselben Jahres starteten die Passagierzugverbindungen. Am 18. November 1996 wurde der Tunnel nach einem durch einen Lastwagen verursachten Feuer für längere Zeit geschlossen.

6. Mai

6. Mai 1937
Es war der 6. Mai 1937, 18.24 Ortszeit im US-amerikanischen Lakehurst in der Nähe New Yorks. Ein Gewitter war niedergegangen. Die Landung des Luftschiffes Hindenburg, 77 Stunden zuvor in Frankfurt am Main gestartet, verzögerte sich. An Bord befanden sich 61 Mann Besatzung, 36 Passagiere, zwei Hunde sowie Post, Fracht und Gepäck. Kapitän Pruss ließ eine weite Schleife fahren und näherte sich dem Ankermast von Westen her. Doch der Wind sprang blitzschnell um, der Führer der Hindenburg ordnete eine zweite Kurve an. Gleichzeitig wurden Gas und über eine Tonne Wasser abgelassen.
60 Meter über dem Boden gingen die Landetaue nieder, vier Minuten später brach am Heck des Schiffes ein Feuer aus. Eine halbe Minute später barst der Schiffskörper auf dem Boden.
Radioreporter berichteten live von der Katastrophe. Fünf Kamerateams und Heerscharen von Fotografen hielten für die Nachwelt fest, wie Deutschlands Stolz binnen Sekunden zu Aluminiumschrott verbrannte - und 35 Menschen den Tod fanden.

7. Mai

7. Mai 1954
Dien Bien Phu fällt. Der Indochina-Krieg begann als Auseinandersetzung zwischen der Kolonialmacht Frankreich und der nationalistisch-kommunistischen Viet Minh-Bewegung. Mit dem Fall von Dien Bien Phu und der französische Kapitulation am 7. Mai 1954 endete der Indochina-Krieg für Frankreich, das sich in der Folge aus ganz Indochina zurückzog. Nach der Niederlage Frankreichs wurde in Genf das Indochina-Abkommen geschlossen, welches einen Waffenstillstand und die Trennung der Konfliktparteien entlang des 17. Breitengrads sowie freie Wahlen bis Ende 1956 vorsah. Die USA unterschrieben dieses Abkommen nicht. Die fortgesetzten Verfolgungen von Regimegegnern führten zu bewaffnetem Widerstand, der durch die kommunistische FNL unterstützt wurde und ab 1961 mit dem militärischen Eingreifen der USA zum zweiten Indochinakrieg, der als eigentlicher Vietnamkrieg bekannt wurde.

8. Mai

8. Mai 1945
Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg wurde am 7. Mai 1945 im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Reims unterzeichnet und trat am 8. Mai um 23:01 Uhr in Kraft. Großadmiral Karl Dönitz teilte der deutschen Bevölkerung über Rundfunk mit, dass er soeben in Berlin die Kapitulation des Deutschen Reiches unterschrieben habe. Aus protokollarischen Gründen wurde die Unterzeichnung am 8./9. Mai im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst wiederholt. Die deutsche Staats- und Wehrmachtführung räumte mit der Kapitulation den alliierten Siegermächten das Recht ein, alle politischen, militärischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten des Deutschen Reichs zu regeln. Die Kapitulation und die Berliner Erklärung bildeten die Grundlage für den Viermächte-Status, nach dem die Alliierten bis zum Tag der Deutschen Einheit 1990 für Deutschland als Ganzes verantwortlich blieben.

9. Mai

9. Mai 1876
Am 9. Mai 1876 gelang es dem Kölner Maschinenfabrikanten Nicolaus Otto, seine neue Erfindung erfolgreich zu testen - einen Viertakt-Motor, der bald darauf Dampf- und Gasturbinen ablösen und zum weitest verbreiteten Antriebsaggregat der Welt werden sollte. Ottos Idee war es, das Gemisch aus Luft und Gas zu verdichten. So konnte man den Gasanteil reduzieren und den Verbrauch senken. Allerdings musste sich nun der Kolben zweimal auf und ab bewegen, um einmal Arbeit zu verrichten.

10. Mai

10. Mai 1869
Mit einem goldenen Nagel wurde die erste transkontinentale Eisenbahnverbindung Nordamerikas in Promontory Summit im US-Bundesstaat Utah fertig gestellt. Nachdem bereits 1832 erstmals über die Notwendigkeit einer Bahnstrecke zwischen dem Atlantik und dem Pazifik diskutiert worden war, genehmigte der amerikanische Kongress 1862 den Bau der Trasse. Demnach sollte die Union Pacific Railroad die Gleise von Ost nach West, und die Central Pacific Railroad die Gleise von West nach Ost verlegen. Nach der Fertigstellung der 2000 Meilen langen Strecke von Omaha nach Sacramento, nahm wenige Tage später der erste transkontinentale Passagierzug den Betrieb auf.

11. Mai

11. Mai 1860
Garibaldis "Zug der Tausend". Der italienische Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi landete mit rund 1000 Freiwilligen, unterstützt durch zwei englische Kriegsschiffe, an der Westküste Siziliens, um den sizilianischen Aufstand gegen die spanischen Bourbonenkönige zu unterstützen. Mit dem "Zug der Tausend" leitete er den Unabhängigkeitskrieg Italiens ein. Nach der Befreiung Siziliens im August errichtete Garibaldi eine provisorische Regierung, zog weiter auf das italienische Festland und befreite Neapel. Der Sturz der Bourbonen führte zur Proklamation des Königreichs Italien im März 1861 und brachte Garibaldis Verbündeten, den sardischen König Viktor Emanuel II., auf den italienischen Thron. Durch seinen Kampf um die Einheit und Unabhängigkeit Italiens wurde Garibaldi zum Nationalhelden.

12. Mai

12. Mai 1941
Die Z3 war der erste funktionsfähige Digitalrechner weltweit und wurde 1941 von Konrad Zuse in Zusammenarbeit mit Helmut Schreyer in Berlin gebaut. Die Z3 wurde in elektromagnetischer Relaistechnik mit 600 Relais für das Rechenwerk und 1400 Relais für das Speicherwerk ausgeführt. Die Z3 verwendete die von Konrad Zuse in die Rechnertechnik eingeführte binäre Gleitkommaarithmetik und war der erste universell programmierbare (turingmächtige) Rechner. Die Z3 gilt daher als erster funktionsfähiger Computer (Rechner) der Welt. Am 21. Dezember 1943 wurde sie bei einem Bombenangriff zerstört.

13. Mai

13. Mai 1830
Auf einem Kongress in der Andenstadt Riobamba wurde die Unabhängigkeit Ecuadors ausgerufen. 1533/34 war die nördlichste Inkaprovinz von spanischen Eroberern eingenommen worden. 1809 fand der erste Aufstand gegen die Kolonialherren statt. Im Jahr 1822 ging die republikanische Armee des Generals Antonio José de Sucre als Sieger aus den Kämpfen hervor. Das Land wurde Bestandteil der grosskolumbianischen Konföderation unter dem südamerikanischen Revolutionsführer Simón Bolívar. Bolívar dankte am 27. April 1830 als Präsident Grosskolumbiens ab. Gründer und erster Präsident von Ecuador war General Juan José Flores (1800-1864), ein Held des Unabhängigkeitskrieges.

14. Mai

14. Mai 1955
Der Warschauer Pakt wurde im polnischen Staatsratsgebäude in Warschau zum Abschluss der zweiten Konferenz europäischer Länder zur Gewährleistung des Friedens und der Sicherheit Europas am 14. Mai 1955 durch Albanien, Bulgarien, die DDR, die VR Polen, Rumänien, Ungarn, die Sowjetunion und die Tschechoslowakei gegründet. Der Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand (kurz Warschauer Vertrag) wurde durch die Ministerpräsidenten unterzeichnet. Er bestand aus einer Präambel und elf
Artikeln. Für die Volksrepublik China nahm Verteidigungsminister Peng Dehuai als Beobachter an der Konferenz teil. Durch die Gründung des Militärbündnisses sicherte sich die Sowjetunion ihren Hegemonialanspruch in Osteuropa.

15. Mai

15. Mai 1859
Pierre Curie, französischer Physiker, wurde in Paris geboren und studierte an der Sorbonne Physik. Er beschäftigte sich zunächst vor allem mit der Symmetrie von Kristallen und magnetischen Forschungen. 1880 entdeckte er zusammen mit seinem Bruder Jacques das Phänomen der Piezoelektrizität. 1895 wurde er Professor am Pariser Laboratorium für Physik und Chemie und heiratete die polnische Physikerin Marie Sklodowska. Gemeinsam mit seiner Frau entdeckte er 1898 die neuen Elemente Polonium und Radium. 1903 erhielt das Ehepaar zusammen mit Antoine Henri Becquerel den Physik-Nobelpreis für die Entdeckung radioaktiver Elemente. Pierre Curie wurde 1904 Professor an der Sorbonne und 1905 Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Er kam am 19. April 1906 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

16. Mai

16. Mai 1929
Am 16. Mai 1929 verlieh in den USA die zwei Jahre zuvor gegründete "Akademie der Filmkunst und Wissenschaften" zum ersten Mal Preise für die besten Filme. Die goldene Trophäe erhielt später den Namen "Oscar" und gilt bis heute als wichtigster Filmpreis der Welt.

17. Mai

17. Mai 1954
Aufhebung der Rassentrennung in den USA. Der Supreme Court, das Oberste Gericht der USA, erklärte einstimmig die Rassentrennung an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig. Der Klage der Bürgerrechtsorganisation National Association for the Advancement of Colored People gegen ethnische Diskriminierung war damit stattgegeben. Nach mehr als 50 Jahren wurde die Doktrin "Getrennt, aber gleichwertig" aufgehoben. 1896 war ein Urteil des Gerichtshofes ergangen, nach dem Rassentrennung gerechtfertigt war, wenn Schwarzen gleichwertige Alternativen zu den Einrichtungen für Weiße zur Verfügung standen.

18. Mai

18. Mai 1920
Johannes Paul II., eigentlich Karol Wojtyla, von 1978 bis 2005 Papst der katholischen Kirche wird geboren. Der Pole promovierte an der Katholischen Universität Lublin in Theologie. 1946 erhielt er die Priesterweihe. Am 16. Oktober 1978 wurde Wojtyla als Nachfolger von Johannes Paul I. zum ersten nicht italienischen Papst seit 1523 gewählt. 1981 wurde Johannes Paul II. bei einem Attentat schwer verletzt. Das reisefreudige Oberhaupt der katholischen Kirche unternahm bis 1990 mehr als 50 Auslandsreisen. Er vertrat eine konservative Haltung innerhalb der katholischen Kirche in Fragen der Homosexualität, der Empfängnisverhütung und der Abtreibung und hielt am priesterlichen Zölibat fest. Er versuchte der Verweltlichung der Kirche entgegen zu wirken und lehnte die Ordination von Frauen ab. Nach langer schwerer Krankheit starb er am 2. April 2005.

19. Mai

19. Mai 1798
Napoleon Bonaparte bricht mit 38‘000 Mann von Toulon aus zu seiner mehr als drei Jahre dauernden Ägyptischen Expedition auf. Der Grund: England pflegte beim Warentransport aus Indien den Landweg zu nutzen. Der führte über Ägypten. Genau dort wollte Napoleon die Engländer aufhalten. Nach der Einnahme Maltas schlug Napoleon die Mamelucken in der Schlacht bei den Pyramiden. Durch die Versenkung der französischen Flotte in der Seeschlacht von Abukir wurde der Seeweg blockiert und Napoleons Armee vom Nachschub abgeschnitten. Das Expeditionskorps, begleitet von zahlreichen Wissenschaftlern, zog daraufhin drei Jahre lang durch das Landesinnere und nach Syrien, bis es den Briten schließlich 1801 unterlag.

20. Mai

20. Mai 1498
Nach zehnmonatiger Fahrt landete der portugiesische Seeoffizier und Entdecker Vasco da Gama in Calicut an der indischen Westküste. Damit hatte er als erster einen Seeweg von Europa über die Südspitze Afrikas zum Subkontinent Indien ausfindig gemacht. Am 9. Juli 1497 war der Abenteurer im Auftrag des portugiesischen Königs Emanuel I. mit vier Schiffen in See gestochen. Nach der Umsegelung des Kaps der guten Hoffnung ging er beim heutigen Mombasa in Kenia an Land und erreichte mit Hilfe eines arabischen Navigators von der afrikanischen Ostküste aus sicher Indien. Nach da Gamas Rückkehr nach Portugal wurde im Jahr 1500 eine Expedition unter Pedro Alvares Cabral auf die selbe Route geschickt, um einen Handelsposten in Calicut zu gründen. Vasco da Gama wurde 1524 zum Vizekönig von Indien ernannt.

21. Mai

21. Mai 1927
Am 21. Mai 1927 traf der US-amerikanische Pilot Charles Lindbergh mit seinem Flugzeug "Spirit of St. Louis" nach der ersten Nonstop-Atlantik-Überquerung in Paris ein. Lindbergh ging damit in die Geschichte der Luftfahrt ein. Lindbergh war jedoch nicht, wie oft behauptet, der Erste überhaupt, der den Atlantik überflog. Tatsächlich war er schon der 67. Mensch, der dies vollbrachte, denn die erste Non-Stop-Atlantiküberquerung fand bereits 1919 per Flugzeug durch John Alcock und Arthur Whitten Brown statt. Lindbergh gelang jedoch der erste Non-Stop-Flug von New York nach Paris und die erste Alleinüberquerung des Atlantiks. Der erste Alleinflug über den Atlantischen Ozean von Ost nach West gelang am 4. September 1936 der britischen Pilotin Beryl Markham.

22. Mai

22. Mai 1972
Aus Ceylon wird Sri Lanka. Die parlamentarische Monarchie Ceylon erhielt eine republikanische Verfassung, in der die tamilische Bevölkerungsminderheit gegenüber der singhalesischen Mehrheit benachteiligt wird. Der Staat wurde in Sri Lanka umbenannt. Ceylon hatte 1948 seine Unabhängigkeit von Großbritannien wiedererlangt. 1815 war das Königreich Ceylon mit der Konvention von Kandy der britischen Krone unterstellt worden. Schon 1817 kam es zu einem Aufstand, den die Briten niederschlugen und daraufhin einen großen Teil der Bestimmungen der Konvention für ungültig erklärten. Eine politische Unabhängigkeitsbewegung entfaltete sich erst ab 1915.

23. Mai

23. Mai 1848
Otto Lilienthal deutscher Ingenieur und Flugzeugtechniker wird in Anklam, Mecklenburg-Vorpommern geboren. Bereits im Jahr 1862 begann er mit Flugexperimenten, wobei er kleine Modellflugzeuge verwendete. Als junger Mann unternahm er erste Versuche mit Flugmaschinen. Es folgten weitere intensive flugtechnische Versuche. 1889 erschien sein Buch "Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst". Im Sommer 1891 unternahm Lilienthal seine ersten erfolgreichen Gleitflugversuche von 25 Metern Länge am Windmühlenberg in Derwitz bei Brandenburg, weitere 2000 Flüge folgten. Am 10. August 1896 starb er an den Folgen eines Absturzes vom Tag zuvor.

24. Mai

24. Mai 1844
Erstes Telegramm wird übermittelt. Am 24. Mai 1844 übermittelte der US-amerikanische Maler und Erfinder Samuel Morse die erste Nachricht mit einem Schreibtelegrafen von Washington nach Baltimore. Er bediente sich hierbei einer Zeichenschrift, aus der später das Morse-Alphabet hervorging. Der Inhalt der Nachricht lautet: What hath God wrought? - Was hat Gott bewirkt?

25. Mai

25. Mai 1277
Der Steinmetz und Baumeister Erwin von Steinbach beginnt im Auftrag des Bischofs Konrad von Lichtenberg mit dem Bau der Fassade am Strassburger Münster. Das Münster wurde 1176 bis 1439 aus rosa Vogesensandstein an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus den Jahren 1015 bis 1028 errichtet, der seinerseits ein 1007 abgebranntes Gotteshaus aus karolingischer Zeit ersetzt hatte. Das neue Gebäude entstand zunächst im romanischen, dann im gotischen Stil. Bis 1874 war das Münster mit seinem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit.

26. Mai

26. Mai 1923
In Le Mans fand auf dem Circuit de la Narthe das erste 24-Stunden-Rennen statt. Es starteten 33 Fahrzeuge, lediglich drei erreichten das Ziel. Sieger wurden die Franzosen André Lagarde und Albert Leonard. Mit ihrem Chenard & Walker legten sie 2210 Kilometer zurück. Mit Ausnahme der Jahre 1936 und 1940 bis 1948 fand der Wettkampf jedes Jahr statt. 1953 wurde erstmals die 4000-Kilometer-Marke durchbrochen, Rolt und Hamilton fuhren über eine Distanz von 4775 Kilometer. Die Bestmarke erreichten 1971 Helmut Marko und Gijs van Lennep auf Porsche 917, sie fuhren mit ihrem Porsche 917 5335 Kilometer weit.

27. Mai

27. Mai 1988
In Berlin stirbt Ernst Ruska, deutscher Elektrotechniker und Erfinder des Elektronenmikroskops (*25. Dezember 1906 in Heidelberg). Er promovierte im August 1933 „Über ein magnetisches Objektiv für das Elektronenmikroskop“. Ab Februar 1937 leitete er mit Bodo von Borries die industrielle Entwicklung der Elektronenmikroskopie bei der Siemens & Halske AG in Berlin. Nach dem Krieg baute er das Laboratorium für Elektronenoptik bei Siemens wieder auf und übernahm 1949 die Abteilung für Elektronenmikroskopie der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem, die 1955 zu einem eigenen Institut für Elektronenmikroskopie ausgebaut wurde, zugleich wurde er Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.

28. Mai

28. Mai 1961
Am 28. Mai 1961 wurde in London die Hilfsorganisation "Amnesty International" gegründet. Amnesty International ist eine nichtstaatliche (NGO) und Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt. Grundlage ihrer Arbeit sind die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere Menschenrechtsdokumente, wie beispielsweise der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte oder der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Sie setzt sich vor allem für Menschen ein, die aus politischen, ideologischen, religiösen, ethnischen oder rassistischen Gründen inhaftiert sind.

29. Mai

29. Mai 1953
Am 29. Mai 1953 erreichten der Neuseeländer Edmund Hillary und der nepalesische Sherpa Tenzing Norgay als erste den Gipfel des Mount Everest - mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt. Seit 1921 hatten bereits zehn andere Bergsteiger-Teams vergeblich versucht, diesen Berg zu bezwingen.

30. Mai

30. Mai 1431
Am 30. Mai 1431 wurde im französischen Rouen das Bauernmädchen Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Orleans, auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Während des Hundertjährigen Krieges führte sie die Franzosen gegen die Engländer und die Burgunder. Durch Verrat wurde sie von den Burgundern gefangen genommen und an die mit ihnen verbündeten Engländer verkauft. Ein Kirchenprozess sollte sie diskreditieren. Sie wurde wegen einiger Verstöße gegen die Gesetze der Kirche verurteilt und auf Befehl des Herzogs von Bedford auf dem Marktplatz von Rouen auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Später strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, hob das Urteil im Jahre 1456 auf und erklärte sie zur Märtyrerin.

Weltgeschichte auf Briefmarken

31. Mai 1879
Auf der Deutschen Gewerbeausstellung in Berlin stellte der deutsche Ingenieur Werner von Siemens die erste elektrische Lokomotive vor. Mit dieser wesentlichen Erfindung im Bereich Elektrizität führte er das 1866 entwickelte Prinzip der Dynamokraftmaschine fort und baute eine Lok, die ihren Strom von den Gleisen über einen Schleifkontakt erhielt. Das damals präsentierte Modell war mit der Größe und Leistung tatsächlicher Eisenbahnen nicht zu vergleichen. Sie war nicht einmal einen Meter hoch und wurde von dem Zugführer über eine Planstrecke kutschiert. Doch schon bald wurde Siemens' Erfindung in vorhandene Strassenbahnen eingebaut und bereits 1881 fuhr in Berlin die erste elektrische Strassenbahn der Welt.