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1. Dezember

1. Dezember 1990
Gegraben wurde von britischer und französischer Seite aus gleichzeitig: Am 1. Dezember 1990 dann stießen die Arbeiter beim Durchbruch der Grabungen unter dem Ärmelkanal aufeinander. Vier Jahre später wurde der Eurotunnel eröffnet. Der Eurotunnel befindet sich unter der Straße von Dover, einer Meerenge am östlichen Ende des Ärmelkanals. Der Tunnel verbindet die Stadt Folkestone (11 km südwestlich der Stadt Dover) in der Grafschaft Kent im Vereinigtes Königreich mit der Ortschaft Coquelles (4,5 km südwestlich der Stadt Calais) im Departement Pas-de-Calais in Frankreich). Der Eurotunnel besteht aus zwei eingleisigen Fahrtunneln und einem dazwischenliegenden zweistreifigen Servicetunnel für schmale Strassenfahrzeuge.

2. Dezember

2. Dezember 1971
Nach der Unabhängigkeit von Grossbritannien schlossen sich die sechs Scheichtümer Abu Dhabi, Dubai, Scharjah, Ayman, Umm al-Kaiwain und Fujaira am 2. Dezember 1971 zur Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate zusammen. 1972 folgte als siebtes Mitglied Ras al-Khaima. Staatsoberhaupt ist ein jeweils für fünf Jahre gewählter Präsident. Das höchste Föderationsorgan, den Obersten Rat, bilden die Herrscher der sieben Emirate. Exekutive und Legislative sind in ihm vereint. Die Föderationsversammlung hat nur beratende Aufgaben, die Einzelstaaten werden feudal regiert. Seit 1975 gibt es eine Verfassung, in der Abu Dhabi zum Sitz der zentralen Regierung erklärt wurde, die für die Aussen-, die Verteidigungs- und die Ölpolitik zuständig ist.

3. Dezember

3. Dezember 1967
Am 3. Dezember 1967 gelingt dem südafrikanische Chirurg Christiaan Barnard am Groote Schuur Hospital in Kapstadt die erste Herztransplantation bei einem Menschen. Der 54-jährige Gemüsehändler Louis Washkansky erhält in einer fünfstündigen Operation eines 31-köpfigen Ärzteteams das Herz des 25-jährigen Unfallopfers Denise Darvall. Trotz gelungener Operation verstirbt der Patient am 21. Dezember an einer Lungenentzündung.

4. Dezember

4. Dezember 1866
Wassily Kandinsky, russischer Maler und Grafiker wird am 4. Dezember 1866, am 16. Dezember 1866 nach gregorianischen Kalender, in Moskau geboren (†13.12.1944). Er verliess im Alter von 30 Jahren Russland, um in München Künstler zu werden. Dort gründete er mit Gabriele Münter, Franz Marc und August Macke die Künstlergruppe "Der Blaue Reiter". 1910 entstand sein erstes abstraktes Bild, und er entwarf mit seinem Aufsatz "Über das Geistige in der Kunst" eine theoretische Grundlegung für die gegenstandslose Malerei. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrte er nach Russland zurück, nahm jedoch 1922 den Ruf an das "Bauhaus" in Weimar, später in Dessau, an, wo er Leiter der Werkstatt für Wandmalerei wurde. Mit der Schliessung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 verließ das Ehepaar Kandinsky Deutschland und zog nach Neuilly-sur-Seine bei Paris.

5. Dezember

5. Dezember 1854
Im Laufe des 19. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl von Berlin um das Vierfache. Die Zeit der Massenvergnügungen war angebrochen und damit die Zeit, auf sie aufmerksam zu machen. Der Druckereibetreiber Ernst Litfass ärgerte sich maßlos über die damalige Unsitte, Plakate einfach nach Belieben auch an Hauswände zu kleben. Er schloss am 5. Dezember 1854 mit dem Berliner Polizeipräsidenten einen Vertrag über öffentlichen Zettelaushang an Säulen und Brunneneinfassungen. Am 1. Juli 1855 wurden die ersten 100 Litfass-Säulen - damals noch Annoncier-Säulen genannt - und 50 Brunnenumhüllungen in einem feierlichen Festakt in Berlin gezeigt.

6. Dezember

6. Dezember 326, 345, 351 oder 365
Nikolaus von Myra, geboren zwischen 270 und 286 in Patara, stirbt am 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365. Er ist einer der populärsten Heiligen der Ost- und Westkirche. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird in zahlreichen christlichen Glaubensgemeinschaften als kirchlicher Feiertag begangen. Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des Römischen, später des Byzantinischen Reichs.

7. Dezember

7. Dezember 1941
Die Vereinigten Staaten erhielten 1887 das alleinige Nutzungsrecht über die Bucht, in der später der Marinestützpunkt Pearl Harbor entstand. Mit den Hafenarbeiten wurde 1898 nach der Annexion der Hawaii-Inseln durch die USA begonnen. 1908 begann die Navy, die Pearl Harbor Naval Shipyard zu errichten. Durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor, der den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg auslöste, wurde der Hafen weltbekannt. Der Luftangriff erfolgte in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 und kostete 2‘403 US-Amerikaner das Leben.

8. Dezember

8. Dezember 1980
John Lennon wird am 8. Dezember 1980 im Eingang seines Wohnhauses in New York von einem geistesgestörten Mann angeschossen und erlag später den Verletzungen. Sein Tod löste weltweit Bestürzung und Trauer aus. John Lennom wurde weltweit berühmt als Mitgründer, Sänger und Gitarrist der britischen Musikgruppe The Beatles, für die er - neben Paul McCartney - die meisten Stücke schrieb. Die Komponistenpartnerschaft Lennon/McCartney war eine der bekanntesten und erfolgreichsten in der Geschichte der Popmusik. Nach der Trennung der Beatles startete Lennon eine erfolgreiche Solokarriere.

9. Dezember

9. Dezember 1994
Max Bill, geboren am 22. Dezember 1908 in Winterthur, stirbt am 9. Dezember 1994 in Berlin. Er war ein Schweizer Architekt, Künstler und Designer, Bill gilt als Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten. Von 1924 bis 1927 machte eine Lehre als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule Zürich. 1927/1928 studierte er in Dessau am Bauhaus, wo zu dieser Zeit Albers, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy und Schlemmer lehrten. Ab 1929 war Bill sowohl praktisch als auch theoretisch als Architekt, seit 1932 als Maler, Grafiker, Bildhauer tätig. Als Leiter des Bereichs „Bilden und Gestalten“ war er von 1961 bis 1964 Architekt für die Expo64, die schweizerische Landesausstellung in Lausanne. Von 1961 bis 1968 war Bill Mitglied des Zürcher Gemeinderates sowie von 1967-1971 im Schweizer Nationalrat. Portiert vom Landesring der Unabhängigen, war er als Parteiloser politisch aktiv.

10. Dezember

10. Dezember 1901
Der Friedensnobelpreis ist eine Kategorie des von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises. Nach Vorgabe des Stifters soll er an denjenigen vergeben werden, der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt und damit im vergangenen Jahr der Menschheit den grössten Nutzen erbracht hat. Die Auszeichnung wird seit 1901 jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, in Oslo verliehen. Sie ist derzeit mit acht Millionen schwedischen Kronen dotiert. Die ersten beiden Preisträger 1901 waren der Schweizer Henri Dunant, Gründer des Roten Kreuzes und der Franzose Frédéric Passy, Gründer der Internationalen Friedensliga.

11. Dezember

11. Dezember 1946
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, United Nations Children’s Fund, UNICEF ist eines der entwicklungspolitischen Organe der Vereinten Nationen. Es wurde am 11. Dezember 1946 gegründet, zunächst um Kindern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen. Heute arbeitet das Kinderhilfswerk vor allem in Entwicklungsländern und unterstützt in zirka 160 Staaten Kinder und Mütter in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung, Hygiene, Ernährung sowie Bildung und leistet humanitäre Hilfe in Notsituationen. Ausserdem unterstützt es auf internationaler politischer Ebene Bestrebungen gegen den Einsatz von Kindersoldaten oder für den Schutz von Flüchtlingen.

12. Dezember

12. Dezember 1901
Bis dahin konnten Nachrichten nur mit Hilfe des Kabels übertragen werden. Das Kabel lag auf dem Meeresgrund und verband die Zentren mit ihren Telegraphennetzen. Texte und Zahlen wurden als Morsezeichen übertragen. Am 12. Dezember 1901 erfolgte dann der ganz grosse Durchbruch: Guglielmo Marconi empfing ein von England aus gesendetes Signal in Neufundland - 3‘600 Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt. Die Antenne hatte er an einen Drachen gehängt. Damit widerlegte der Italiener einen Glaubenssatz der Physiker. Diese hatten bis dahin angenommen, dass sich Funkwellen geradlinig ausbreiten und damit einfach im Weltraum verschwinden. Marconi dagegen zeigte: Bestimmte Funkwellen folgen der Erdkrümmung. Dies war die Geburtsstunde des weltweiten Funkverkehrs rund um den Globus. 1909 wurde dem Physiker der Nobelpreis verliehen.

13. Dezember

13. Dezember 1974
Der Habsburger-Kaiser Karl V. hatte die Insel-Gruppe Malta als Lehen 1530 an den Johanniterorden vergeben. 1798 eroberte Napoleon Malta, zwei Jahre später wurde sie von britischen Truppen besetzt. Grossbritannien erklärte 1814 Malta zu einer Kronkolonie und die Inseln wurden zu einem Flottenstützpunkt ausgebaut, da sie eine strategische Bedeutung für den Seeweg nach Indien besassen. 1921 erhielten die Malteser erste Selbstverwaltungsrechte, die aber 1936 wieder beschnitten wurden. Die 1947 erlassene Verfassung gewährte Autonomie, doch wurde sie 1959 nach inneren Unruhen ausser Kraft gesetzt. 1964 errang Malta als Mitglied des British Commonwealth die Unabhängigkeit. Am 13. Dezember 1974 wurde Malta eine unabhängige parlamentarische Republik.

14. Dezember

14. Dezember 1911
Amundsen, der schon als Kind von weiten Fahrten über das Meer geträumt hatte und fasziniert war vom ewigen Eis des Nordpols, war schockiert über die Nachricht, dass Robert Edwin Peary den Nordpol erreicht hatte. Der Traum Amundsens, der erste Mensch im absoluten Norden zu sein, ist zerstört. Doch Amundsen denkt um, vom Norden nach Süden, von der Arktis zur Antarktis. Am 12. August 1910 heisst es dann: Leinen los für die Fram. Das Rennen beginnt. Zwei Monate zuvor hatte Robert Scott mit der Terra Nova England verlassen: Richtung Südpol. Acht Monate lang erkundet Amundsen die Gegend, war mehrfach Richtung Süden gezogen, um Lebensmittellager anzulegen und war bis zum 82. Breitengrad vorgestossen. Die Temperaturen erreichten bis zu Minus 50 Grad.

Das eigentliche Abenteuer dieser Expedition ins weisse Unbekannte beginnt am 20. Oktober 1911: Amundsen und seine vier Männer, vier Schlitten und 48 Hunde brechen in die weisse Wüste gegen Süden auf. Jeder Schlitten schleppt 330 Kilogramm Proviant und Ausrüstung. Und dann endlich: 14. Dezember 1911, 3.00 Uhr nachts im Licht des ewigen Eises hissen Amundsen und seine vier Begleiter die norwegische Fahne. Für die 1‘100 Kilometer lange Strecke hatte die Expedition anderthalb Monate gebraucht. Dann geht es zurück zum Basislager, das die Männer sechs Wochen später unversehrt wieder erreichen.
Scott selbst ist, als er zum Südpol kommt, völlig erschöpft und die vergebliche Anstrengung demoralisiert sein Team vollends. Auf dem Rückmarsch geraten sie in einen Blizzard und werden Opfer der Kälte. Das Rennen ist entschieden.

15. Dezember

15. Dezember 1890
Der Häuptling der Hunkpapa-Sioux, dessen indianischer Name Tatanka Yotanka lautete, war seit 1860 einer der Führer des letzten Freiheitskampfes der Indianer (1869-1879). Zusammen mit den Häuptlingen Crazy Horse und Two Moon hatte er als einer der Anführer der vereinten Sioux-Stämme den Sieg über das 7. US- Kavallerieregiment unter General George A. Custer am Little Big Horn 1876 errungen. Am 15. Dezember 1890 wurde er ermordet. Es hiess: Bei dem Versuch, sich der Festnahme durch Flucht zu entziehen, sei Sitting Bull erschossen worden. Sein Tod, kurz vor dem Massaker am Wounded Knee, wurde zum Synonym für das Scheitern der Indianer, ihre Rechte als Eingeborene gegen die Macht der Kolonisation zu verteidigen.

16. Dezember

16. Dezember 1773
Die Boston Tea Party ist die Bezeichnung für einen Akt des Widerstandes gegen die britische Kolonialpolitik im Hafen der nordamerikanischen Stadt Boston am 16. Dezember 1773. An diesem Tag drangen symbolisch als Indianer verkleidete Bostoner Bürger in den Hafen ein und warfen drei Ladungen mit 342 Kisten Tee der britischen East India Trading Company von dort vor Anker liegenden Schiffen ins Hafenbecken. Wer die verkleideten Aktiven tatsächlich waren, lässt sich kaum mehr rekonstruieren, doch bildeten sie wohl ein breites Spektrum der Bostoner Gesellschaft.

17. Dezember

17. Dezember 1903
Wilbur und Orville Wrights waren Fahrradmechaniker, bevor sie 1899 begannen, sich mit dem Flugproblem zu befassen. Ihnen gelangen vier Jahre später, am 17. Dezember 1903, in den Sanddünen von Kitty Hawk an der US-amerikanischen Ostküste, die ersten Motorflüge von ebener Erde aus, mit Motorkraft und von Menschenhand gesteuert. Es waren kurze Hopser, der längste von ihnen 260 Meter weit - aber ohne Zweifel waren es die ersten wirklichen und dokumentierten Motorflüge in der Fluggeschichte. Jeder der Brüder flog an diesem Tag zwei Mal von einer Holzschiene aus, die in den losen Dünensand gelegt worden war. Orville sagte später über die Flüge vom 17. Dezember 1903; es sei das erste Mal in der Geschichte gewesen, dass eine Maschine mit einem Menschen sich selbst durch ihre eigene Kraft in freiem Flug in die Luft erhoben hatte, in waagrechter Bahn vorwärts geflogen und schliesslich gelandet war, ohne zum Wrack zu werden.

18. Dezember

18. Dezember 1923
1904 schlossen Grossbritannien und Frankreich einen Bündnisvertrag, die Entente cordiale, der die Interessen beider Länder in Afrika regelte. Dabei erkannte Grossbritannien die Vormachtstellung Frankreichs in Marokko an. Der Besitz Gibraltars erschien Grossbritannien als Garantie des freien Zugangs zum Mittelmeer nicht ausreichend zu sein. Die britische Regierung befürchtete, dass Tanger von einer feindlichen Macht als Marinestützpunkt gegen Gibraltar benutzt werden könnte. Tanger wurde Zentrum des internationalen entmilitarisierten Gebietes. Die in den Protektoratsverträgen ausgeklammerte Tangerfrage wurde auf einer Konferenz mit Vertretern aus Grossbritannien, Frankreich und Spanien, die im Juni 1923 in London begann, behandelt. Das Statut der Internationalen Zone von Tangier wurde am 18. Dezember 1923 in Paris von Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich unterzeichnet, Belgien, die Niederlande, Portugal, und Schweden traten dem Abkommen bei, später unterzeichnete Italien und schließlich auch der marokkanische Sultan. Die Souveränität verblieb formell beim Sultan von Marokko.

19. Dezember

19. Dezember 1915
Édith Piaf, bürgerlich Édith Giovanna Gassion, wird am 19. Dezember 1915 in Belleville bei Paris geboten (†10. Oktober 1963 in Plascassier, Département Alpes-Maritimes). Piaf zählt zu den international bekanntesten Interpretinnen des Chansons. Sie begann ihre Karriere als Strassensängerin in Paris, bevor sie von einem Cabaret-Besitzer entdeckt wurde und dann in verschiedenen Klubs auftrat. 1935 hatte sie ihre Theater-Premiere, die so erfolgreich verlief, dass sie anschliessend Auftritte in den grossen Konzerthäusern von Paris und New York bekam: Non, je ne regrette rien.

20. Dezember

20. Dezember 1910
Mit dem experimentellen Nachweis des Atomkerns gelang dem Wissenschaftler Ernest Rutherford am 20. Dezember 1910 eine der wichtigsten Entdeckungen der modernen Physik. Der Neuseeländer stellte bei seinen Versuchen fest, dass Alphateilchen (zweifach positiv geladene Heliumatome) beim Durchfliegen dünner Metallfolien von ihrer Bahn abgelenkt werden. Daher formulierte Rutherford die Annahme, dass das Atom aus einer zentralen, punktförmig konzentrierten elektrischen Ladung besteht, die von einer gleichförmig sphärischen Ladungsverteilung des entgegengesetzten Vorzeichens und des gleichen Betrages umgeben ist. 1911 leitete der Physiker aus seinen Experimenten und Beobachtungen das erste Modell des Atomkerns ab. Bereits 1908 war er für die Entdeckung des Gesetzes des radioaktiven Zerfalls mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden.

21. Dezember

21. Dezember 1913
In der Wochenendbeilage der Zeitung New York World erschien am 21. Dezember 1913 das erste Kreuzworträtsel der Welt. Als Erfinder des Denksportspiels gilt der aus Liverpool stammende Journalist Arthur Wynne. Als Grundlage soll ihm ein Spiel seines Grossvaters mit dem Namen Die magischen Quadrate gedient haben. Im Unterschied zum heute verbreiteten Aussehen enthielt das Kreuzworträtsel von Wynne keine schwarzen Felder und war diamantförmig. Schon bald erfreute sich die neue Rätselart grosser Beliebtheit und wurde von vielen anderen Printmedien übernommen. Ab Anfang der 1920er Jahre fand das Kreuzworträtsel dann auch Anklang bei europäischen Zeitungs- und Zeitschriftenlesern.

22. Dezember

22. Dezember 1481
Das Stanser Verkommnis bezeichnet ein im Dezember 1481 geschlossenes Übereinkommen der Acht Orte des Bundes der Eidgenossen, mit dem der innere Konflikt, insbesondere zwischen Stadt- und Landorten, beigelegt wurde. In der Folge expandierte der Bund der Eidgenossen bis 1513 auf Dreizehn Orte. Nach aussen hin hatte sich die Eidgenossenschaft in den Burgunderkriegen zwischen 1474 und 1477 behaupten können. Im Innern aber kam es unter anderem über die Aufteilung von Kriegsbeute sowie die Vereinbarung des gegenseitigen Burgrechts zwischen den Stadtorten Zürich, Bern und Luzern auf der einen und Freiburg und Solothurn auf der anderen Seite zu Konflikten. Angespannt war das Verhältnis der Acht Orte untereinander auch wegen Vorfällen wie dem Saubannerzug von rund 2000 Urnern, Schwyzern, Unterwaldnern, Zugern und Luzernern anlässlich der Fasnacht im Februar 1477. Dieser Raubzug unter einem Feldzeichen, das eine Sau auf blauem Grund zeigte, führte durch die Waadt bis nach Genf, wo eine angeblich noch ausstehende Kriegskontribution eingetrieben werden sollte. Im Dezember 1481 kamen Abgesandte der Acht Orte in Stans zu einer Tagsatzung zusammen, bei der über die verschiedenen Konfliktfelder Verhandlungen geführt werden sollten. Diese drohten allerdings zu scheitern - was letztlich das Bündnis an sich bedrohte. Nach Schilderung Diebold Schillings in der Luzerner Chronik, löste sich die verfahrene Situation am 22. Dezember 1481 durch eine, durch den Stanser Pfarrer Heini Amgrund überbrachte, Botschaft des als Bruder Klaus im Ranft bekannten Einsiedlers Niklaus von Flüe: Amgrund sei in der Nacht zu diesem gegangen und am Mittag mit dessen Botschaft zurückgekehrt, die zu einer Einigung führte - der Inhalt dieser Botschaft ist allerdings nicht überliefert.

23. Dezember

23. Dezember 1947
Erfindung des Transistors. Die US-amerikanischen Wissenschaftler John Bardeen, Walter Houser Brattain und William Shockley fertigten am 23. Dezember 1947 den Prototyp eines bipolaren Transistors. Er bestand aus einer kleinen Klammer, zwei schmalen Goldplättchen und dem Halbleitermaterial Germanium. Die drei Erfinder benutzten das Gerät anfangs als Verstärker für Telefone. Bereits wenige Jahre später begann die Massenproduktion von Transistoren, die auch zum Bau von Computern verwendet werden. Bei späteren Generationen der Geräte wurde Germanium durch Silizium ersetzt. Für ihre Erfindung wurden Shockley, Bardeen und Houser Brattain 1956 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

24. Dezember

24. Dezember 1818
Joseph Mohr, Hilfspfarrer der Kirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg überreicht dem Dorflehrer und Organisten Franz Xaver Gruber ein Gedicht mit der Bitte, dazu eine Melodie zu verfassen. Noch in derselben Nacht wird Stille Nacht, heilige Nacht in der Christmesse zum ersten Mal gesungen. Dass dieses Lied aus Oberndorf in das Land hinausgetragen wurde, wird dem Orgelbaumeister Mauracher aus Fügen zugeschrieben. Er reparierte die desolate Orgel der St.-Nikola-Kirche in Oberndorf, hörte die Melodie und brachte das Lied nach Fügen. Dort übernahmen es die Ur-Rainer Sänger, die am Kirchenchor in Fügen sangen. 1819 zur Christmesse wurde das Lied bereits in Fügen gesungen. Die Rainer Sänger gaben es an die Geschwister Strasser weiter. Diese sangen Tiroler Lieder in Leipzig und unter anderem das Lied Stille Nacht. Vor allem diese Melodie gewann die Aufmerksamkeit des Publikums. Mit den Zillertaler Nationalsängern, beginnend mit den Ur-Rainer Sängern aus Fügen im Zillertal, trat das Lied seinen Siegeszug durch die deutschen Länder und um die ganze Welt an. Heute gibt es Übersetzungen in mehr als 300 Sprachen und Dialekte.

25. Dezember

25. Dezember 1643
Kapitän William Mynors entdeckt die im Indischen Ozean gelegene Weihnachtsinsel. Die Insel war Seeleuten seit dem frühen 17. Jahrhundert bekannt. Benannt wurde sie vom Kapitän William Mynors, der sie mit dem der britischen Ostindien-Kompanie gehörenden Schiff Royal Mary am 25. Dezember 1643 erreichte. Aufgrund des Datums erhielt die Insel ihren Namen. Den ersten Besuch stattete der Insel 1688 William Dampier ab, der die Insel unbewohnt fand. Nachdem auf der Insel Phosphat-Vorkommen entdeckt wurden, wurde sie 1888 von der britischen Krone annektiert. Kurz darauf wurde mit der Besiedlung begonnen, überwiegend mit Arbeitskräften aus Singapur, China und Malaysia. Ab 1890 wurde dann Phosphat abgebaut und es wurden Minen eingerichtet. Im Zweiten Weltkrieg war die Insel ab dem 31. März 1942 von Japan besetzt. Erst im Oktober 1945 wurde die Insel wieder vom Vereinigten Königreich in Besitz genommen. Am 1. Oktober 1958 wurde die Insel der Hoheit Australiens überstellt.

26. Dezember

26. Dezember 1893
Mao Zedong wird am 26. Dezember 1893 in Shaoshan geboren († 9. September 1976 in Peking). Er war als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (1943-1976), als Vorsitzender der Zentralen Volksregierung (1949-1954) sowie als Staatspräsident der Volksrepublik China (1954-1959) der führende Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert. Sein Vermächtnis als bedeutender Revolutionär, militärischer Stratege und politischer Anführer nach wie vor geehrt. Unter anderem ist er auf chinesischen Banknoten und an prominenter Stelle am Tor des himmlischen Friedens abgebildet, wo er am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China proklamiert hatte. Seine Politik legte die Grundlagen für die Veränderung Chinas von einem rückständigen agrarischen Feudalstaat zu einer politischen und wirtschaftlichen Grossmacht. Gleichzeitig wird Mao über die von ihm vorangetriebenen Kampagnen und Programme, insbesondere den Grossen Sprung nach vorn sowie die Kulturrevolution mittelbar für den Tod von Millionen Menschen und wesentliche wirtschaftliche Schäden, Verluste an kulturellem Erbe und verfehlte gesellschaftliche Strukturen verantwortlich gemacht. Ungeachtet der nach wie vor um seine Person geführten Kontroversen gilt Mao als einer der einflussreichsten Politiker der Geschichte und wurde vom Time Magazine als einer der 100 wichtigsten Menschen des 20. Jahrhunderts dargestellt.

27. Dezember

27. Dezember 1901
Marlene Dietrich wird am 27. Dezember 1901 in Schöneberg, Berlin, geboren. Sie war eine gebürtige deutsche Schauspielerin und Sängerin, die 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Sie zählt zu den grössten weiblichen Leinwandlegenden, die der deutsche Film hervorgebracht hat und die auch international zu Ruhm und Erfolg gelangte. Zu ihren Markenzeichen wurden ihre langen Beine, ihre tiefe, rauchig-erotische Stimme und die von ihr getragenen Hosenanzüge, wodurch diese in den 1930ern für Frauen salonfähig wurden. Marlene Dietrich begann ihre Karriere als Schauspielerin am Theater und in Stummfilmen in den goldenen Zwanzigern in Berlin. Der Aufstieg zur international berühmten Künstlerin gelang ihr 1930 durch die Hauptrolle in Regisseur Josef von Sternbergs Film Der Blaue Engel. Gemeinsam mit von Sternberg ging sie Anfang der 1930er in die USA, wo sie unter seiner Regie und an der Seite von Gary Cooper das Drama Marokko (1930) drehte, für das sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt. Während des Nationalsozialismus in Deutschland weigerte sich die Schauspielerin, die NS-Propaganda zu unterstützen. Stattdessen engagierte sie sich während des Zweiten Weltkriegs bei der US-Truppenbetreuung, indem sie für die amerikanischen Soldaten sang und Verwundete in Lazaretten besuchte. Ab den 1950er Jahren stand sie überwiegend als Sängerin auf der Bühne und feierte weltweit Erfolge. 1978 beendete die Künstlerin ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen. Bis zu ihrem Tod am 6. Mai 1992 lebte sie zurückgezogen in ihrer Pariser Wohnung.

28. Dezember

28. Dezember 1836
Die Küste wurde zuerst 1627 von den Niederländern entdeckt. 1792 segelte der Franzose d’Entrecasteaux auf dem Weg nach Tasmanien an der Küste vorbei. In den Jahren 1798 bis 1802 erkundete der britische Kapitän Matthew Flinders die Küstenregion sehr gründlich. Zur Gründung einer Kolonie führte aber erst die Expedition von Captain Charles Sturt im Jahre 1830, der den Murray von seiner Quelle in New South Wales bis zur Mündung hinabfuhr. Im Jahr 1836 wurde South Australia dann britische Kolonie und in Kingscote auf Kangaroo Island die erste europäische Siedlung gegründet. Die eigentliche Besiedlung begann mit der Proklamation der Provinz am 28. Dezember 1836. Zu dieser Zeit war das Land von etwa 15‘000 Ureinwohner besiedelt. Bei der weiteren Besiedlung der Kolonie spielte die South Australian Company eine wichtige Rolle.

29. Dezember

29. Dezember 1924
Carl Friedrich Georg Spitteler wurde am 24. April 1845 in Liestal geboren. Spitteler wurde als Sohn in die Familie eines aus bäuerlichen Verhältnissen stammenden protestantischen Richters und Landschreibers geboren und verbrachte seine Jugend in Bern. Nach Schulen in Bern durchlief Spitteler das Basler Gymnasium und Pädagogium, studierte Theologie in Zürich, Heidelberg und Basel und wurde 1871 ordiniert. Dem mit seinem weltanschaulichen Standpunkt schwer zu vereinbarenden Pfarramt wich er aus, indem er eine Hauslehrerstelle in St. Petersburg annahm. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1879 arbeitete Spitteler zunächst als Lehrer in Bern und La Neuveville, dann als Redaktor und freier Journalist in Basel und als Feuilletonredaktor der NZZ. Dank dem Vermögen seiner Frau konnte er sich ab 1892 als freier Schriftsteller in Luzern ausschliesslich seinem literarischen Schaffen widmen. Nach anfänglicher Erfolglosigkeit eroberte er mit seinem Epos Olympischer Frühling (1900-05) einen Platz unter den bekanntesten deutschsprachigen Schriftstellern, wurde Ehrendoktor der Univ. Zürich (1905) und Lausanne (1915). 1918 erhielt er den grossen Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung, 1919 als erster gebürtiger Schweizer den Nobelpreis für Literatur. Spitteler starb am 29. Dezember 1924 in Luzern. Carl Spittelers Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern, in der Zentralbibliothek Zürich und im Dichter- und Stadtmuseum in Liestal.

30. Dezember

30. Dezember 1922
Die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik, die Ukrainische SSR, die Weissrussische SSR und die Transkaukasische SFSR schliessen sich auf ihrem ersten Allunions-Kongress in Moskau am 30. Dezember 1922 zur Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) zusammen. Damit ist die Sowjetunion gegründet. Die Sowjetunion begann hiermit ihren Weg zur zweiten Weltmacht neben den USA. Mit der Alma-Ata-Deklaration vom 21. Dezember 1991 wurde die Sowjetunion als Union aufgelöst.

31. Dezember

31. Dezember 335
Silvester I. amtierte von 314 bis zu seinem Tod 335 als Bischof von Rom. Silvester folgte am 31. Januar 314 Miltiades als Papst nach. Sein Name wurde 813 in den Kirchenkalender aufgenommen. Nach ihm wurde der später heiliggesprochene Marcus Papst. Nach einer frühmittelalterlichen Legende soll Silvester den kranken römischen Kaiser Konstantin den Grossen vom Aussatz geheilt und getauft haben. Verbreitet wurde die Legende im Mittelalter. Zum Dank für die Heilung soll Silvester von Konstantin das sogenannte Patrimonium Petri, das die Grundlage des späteren Kirchenstaates bildete, als Geschenk erhalten haben. Silvester war es, der über dem Petrusgrab in Rom, im Gräberfeld des Vatikanischen Hügels, die erste Petruskirche erbauen liess. Silvester starb am 31. Dezember 335. Sein Leichnam wurde in der Priscillakatakombe an der Via Salaria Nova in Rom beigesetzt. Im Zuge der Langobardeneinfälle im 8. Jahrhundert wurde er in die an der Piazza San Silvestro liegende Kirche San Silvestro in Capite überführt.