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Ausstellungen:

Ausstellen im Ausland

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AK-Phila 2011

Tag der Briefmarke Sierre 2011

AK-Phila 2012

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Viele Aussteller haben schon damit geliebäugelt, einmal im Ausland auszustellen. Wenn eine internationale Ausstellung oder eine multilaterale Ausstellung stattfindet, wird meist ein Schweizer Kommissär bestellt, der sich um alle Formalitäten kümmert. Er bündelt die Anmeldungen, leitet sie weiter, informiert alle Interessenten, ob sie ausstellen können oder nicht und erklärt die Reglemente. Dann sammelt er alle Exponate, kümmert sich um Versicherung, Versand, Zollformalitäten,eventuellen Aufbau und Abbau und schliesslich den Rücktransport und die Rückgabe der Sammlungen. Das ist für den Aussteller sehr bequem. Hiermit einen besten Dank an alle Kommissäre!
Falls Sie aber an einer Ausstellung im Ausland teilnehmen wollen, für die es keinen Schweizer Kommissär gibt, müssen Sie sich um all das selber kümmern. Sie können sich vorstellen, dass das gar nicht so einfach ist.

Als Mitglieder des VSPhV können wir an allen Rang-Ausstellungen in den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Liechtenstein teilnehmen. Dies ist besonders interessant, wenn man eine Ländersammlung oder ein postgeschichtliches Exponat aufgebaut hat, bei denen das Thema aus einem der vier Partnerländern stammt und sie von Juroren vor Ort bewertet werden soll.

Vom 18.-20. November fand in Hannover die HABRIA 11 statt. Ich wollte meine Ausstellungssammlung selber über die Grenze bringen, da ich dem Briefmarken-Club Hannover die Zollformalitäten nicht aufbürden wollte.


Folgendes Vorgehen habe ich ausprobiert:

--> Von allen Blättern meiner Sammlung habe ich eine CD-ROM gebrannt; Kopien der Blätter wären noch besser gewesen. Das ist nötig, um bei Einfuhr und Ausfuhr nachzuweisen, dass die Sammlung komplett ist. Der Fachmann spricht vom „Nämlichkeitsnachweis“.

--> Beim Schweizer Zoll habe ich die Sammlung gezeigt und erklärt, dass sie in Hannover ausgestellt wird und ich sie wieder in die Schweiz einführen werde. Es wurde ein Formular ausgefüllt, das mich berechtigt, innerhalb von 90 Tagen die Sammlung an einem beliebigen Grenzübergang wieder einzuführen, wenn ich dieses Formular und die Sammlung vorzeige.

--> Beim Deutschen Zoll musste ich erklären, dass die Sammlung nur für eine Ausstellung nach Deutschland komme und innerhalb von 90 Tagen wieder ausgeführt werde. Dazu habe ich die Einladung des Briefmarkenvereins Hannover, das Schweizer Formular, einen Ausweis und die CD-ROM (Kopien wären besser gewesen) vorweisen müssen. Ebenfalls musste ich erklären, dass ich kein Händler sondern Privatmann bin. Der freundliche Beamte fand auch den Artikel der Zollverordnung (Artikel 576 (1) ZK-DVO), die genau diesen Fall regelt und füllte das Formular (0278 Vorübergehende Verwendung) aus. Dann konnte ich meine Sammlung nach Deutschland einführen und mit der Post an den Adressaten senden. Da der Fall klar war, musste ich keine Kaution hinterlegen.

Beim Ausführen geht das ganze wieder retour. Die Sendung wird vom Ausrichter an eine Adresse im deutschen Grenzgebiet verschickt. Ich führe sie aus Deutschland aus, indem ich meine Formulare und die Sammlung am Deutschen Zoll vorweise, in die Schweiz führe ich sie dann mit dem Formular wieder ein.

Insgesamt hat mich dieser Ablauf doch einiges an Zeit gekostet, aber weit weniger Nerven als befürchtet. Besten Dank an Max Sutter, der mich auf diese Möglichkeit der Ausfuhr aufmerksam gemacht hat.

Johannes Hoffner, johanneshoffner@bluewin.ch