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Das Postwesen der alten Eidgenossenschaft
von den Anfängen bis 1798
von Reinhard Schäfer

Der Nebel liegt über den Tälern in Baselland, die Tage werden kürzer, also das ideale Wetter, um sich wieder der Philatelie zu widmen. Vielleicht möchten Sie ja auch die bekannten Wege des Briefmarkensammelns verlassen und sich in ein philatelistisches Abenteuer stürzen? Das Buch von Reinhard Schäfer „Das Postwesen der Alten Eidgenossenschaft von den Anfängen bis 1798“ eignet sich hervorragend dafür.

In seinem Vorwort schreibt der Autor: „Während der Arbeit wurde es dem Autor bewusst, dass die Postgeschichte der Schweiz nicht isoliert betrachtet werden kann. Ganz im Gegenteil, nur im Europäischen Kontext wird sie verständlich.“ Folgerichtig wird das Postwesen Europas ab ca. 1500 auf 60 Seiten beschrieben. Der Leser kann dann das Postwesen in der Schweiz in dieses System einordnen. In den nächsten Teilen werden sehr klar strukturiert die Posten in Bern von 1375 – 1798, Basel, Zürich, St. Gallen und Schaffhausen beschreiben. In jedem Fall werden die Verträge mit anderen Postverwaltungen, die Postrouten, die Taxen und Stempel ausführlich vorgestellt. Auch hier gilt, um die Postgeschichte eines Kantons zu verstehen, muss man auch die Postgeschichte der Umgebung kennen, und so werden in weiteren Kapiteln auch das Wirken der ausländischen Postanstalten in der Schweiz beschrieben. Akribisch werden Poststellen, Grenzbüros, Postrouten, Auslands- und Inlandstarife… aufgeführt. Auch Heimatforscher kommen so zu neuen Informationen.

Brief vom 28.5.1788 Basel-Heidelberg Francobrief.

Auf der Rückseite sind 12 Kreuzer notiert, die der Absender gemäss Vertrag von 1742 bezahlte. Stempel Nr. 105 "DE BASEL". Näheres zu den postgeschichtlichen Umständen findet sich auf S. 201

Das grossformatige Buch besticht durch mehr als 600 Abbildungen, die eingehend beschrieben werden, einem Stempelkatalog mit mehr als 200 Stempeln, die bewertet und mit anderen Stempelwerken verglichen werden und einer sehr guten Verarbeitung. Im Anhang finden sich noch qualitativ hochstehende historische farbige Land- und Postroutenkarten.

Ein so umfassendes Gebiet kann nie abschliessend bearbeitet werden. Daher gibt es noch viel Forschungsbedarf bzw. es braucht Neugierde der Philatelisten, um die fehlenden Mosaiksteinchen eines nach dem anderen zusammenzutragen. Vielleicht haben Sie ja noch einen alten Brief, von dem Sie schon immer wissen wollen, was es mit ihm auf sich hat. Dieses Buch ist ein perfekter Startpunkt. Aber wo findet man das tolle Werk? Natürlich in Ihrer Bibliothek Basler Taube an der Grosspeterstrasse. Kommen Sie vorbei, schauen Sie sich um. Es gibt noch vieles zu entdecken.

Johannes Hoffner, Vizepräsident Briefmarkensammler-Verein Baselland