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Der erste Europa-Katalog des Briefmarkenhauses Zumstein

Zumstein Europa-Katalog 1910
Markenhaus Ernst Zumstein, Bern

Ernst Zumstein, geboren 1880, gründete als 25-Jähriger das Briefmarkenhaus Zumstein und veröffentlichte ab 1907 das Fachblatt „Philatelistische Börsen-Nachrichten“. 1909 erschien erstmals sein „Spezialkatalog und Handbuch über die Briefmarken der Schweizerischen Eidgenossenschaft“ (siehe dazu: Buch des Monats 2013-Februar). Doch Zumstein beschränkte sich nicht auf die Schweiz, sondern er war ein aktiver Händler auch für Briefmarken der ganzen Welt, wie die Inserate in früheren Fachblättern zeigen. Sein Tatendrang war gross, und so fand folgendes Inserat in der Schweizer Briefmarken-Zeitung vom Dezember 1910 grosse Aufmerksamkeit:


Der Katalog listete auf nur 184 Seiten (18x12 cm) alle Briefmarken Europas auf, sogar mit kleinen, aber guten Abbildungen der Markenbilder. Interessant waren natürlich auch die Preisnotierungen, die „in Frankenwährung“ erfolgten und darum auch im Ausland (mit oft unstabilen Währungen) gerne zu Rate gezogen wurden. Die Schweizer Marken wurden auf den Seiten 140-151 aufgelistet und wurden, teilweise, schon damals hoch bewertet, denn 150 Schweizer Franken für eine Basler Taube gestempelt, war für die damalige Zeit natürlich sehr viel Geld. Besonders interessant sind Quervergleiche zu anderen europäischen Gebieten.
Vor allem diese Preiskataloge trugen entscheidend zum guten Ruf des Namens „Zumstein“ in der philatelistischen Welt bei. Die Europa-Kataloge wurden ab 1984 in vier Bände aufgeteilt (später wieder reduziert auf drei), doch sie wurden im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eingestellt; die Ausgabe „Ost“ zum Beispiel erschien letztmals 1992 (75. Jahrgang).

Die Zumstein-Kataloge sind in der Bibliothek der Stiftung fast alle enthalten. Die erste Ausgabe (1910) darf nicht ausgeliehen werden (Sperrliste), kann jedoch bei einem Besuch der Bibliothek studiert (und gegebenfalls auch fotografiert) werden.
H. Glättli, Februar 2013