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Fundamentals of Philateliy
L.N. Williams (Autor), publiziert bei der American Philatelic Society, 1990

Die Auswahl an philatelistischer Literatur ist unglaublich breit. Bis jetzt wurden in den Buchbesprechungen aus dem Bestand der philatelistischen Bibliothek Basler Taube mehrheitlich Bücher aus dem deutschen Sprachraum besprochen. Diesmal möchte ich Ihnen ein Buch aus Amerika vorstellen. Es handelt sich um „Fundamentals of Philateliy“ von L.N. Williams. Dieses Buch ist 1990 erschienen und umfasst 862 Seiten, die reichlich mit hervorragenden schwarz-weiss Aufnahmen bebildert sind.

Der Autor geht in einem ersten kurzen Kapitel auf die Möglichkeiten des Sammelns ein. Dann kommt er aber zu seinem eigentlichen Thema: Wie entsteht eine Briefmarke.

Es geht ihm um das Papier, die Herstellung der Druckform für viele Druckverfahren und den Briefmarkendruck an sich, diese Themen werden in 8 Kapiteln ausgeführt. In einem je weiteren Kapitel werden die Druckfarben, die Gummierung und die Trennung in grosser Ausführlichkeit erklärt. Das Buch zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit und einen grossen Detailreichtum aus. Im Philatelistischen Sprachgebrauch werden die Begriffe für bestimmte Druckarten, Druckformen und ähnliches, oft vereinfachend und leider auch falsch gebraucht. In diesem Buch werden die Begriffe sehr genau erklärt.

Für den Spezialisten ist dieses Buch eine Fundgrube, um die Marken seines Spezialgebiets näher kennen zu lernen. Hier kann man erfahren, wie es aufgrund der unterschiedlichen Druckverfahren zu bestimmten Abarten kommt, wie man Marken plattieren kann und auch wie man Fälschungen vor allem klassischer Marken erkennt, wenn man die Druckverfahren der echten Marken bestimmen kann.

Die Kapitel sind im Wesentlichen gleich aufgebaut: Zunächst wird in das Thema z.B. Stichtiefdruck eingeführt. Dann wird erklärt, wie eine einzelne Druckform für ein Markenbild (englisch: die) entsteht, dann wie dieses vervielfältigt wird; zum Beispiel von Hand oder durch Einpressen in ein weiches Metall, das dann gehärtet wird. Der nächste Schritt ist die Montage in eine Druckplatte oder einen Druckzylinder. Im folgenden Abschnitt wird besprochen, wie mehrfarbige Marken entstehen. Auf den nächsten 8 Seiten werden Abarten oder Fehler, die spezifisch für dieses Druckverfahren sind, erklärt. Dazu gehören unter anderem die Retouchen, Fehler durch falsches Vervielfältigen des Markenbilds und so weiter. Es wird kein Aspekt ausgelassen. Als Beispiele dienen natürlich hauptsächlich Marken aus dem englischen Sprachraum, aber auch die Entstehung des „Urdrucks“ hat Eingang in dieses grosse Werk gefunden.

Für wen ist dieses Buch besonders geeignet?
Zunächst natürlich Aussteller, die planen, international auszustellen. Sie finden hier auch die englischen Fachbegriffe.
Dann aber für den Spezialisten, denn obwohl dieses Buch durch seinen hohen Detailreichtum wohl keine Lektüre ist, die eine Sammlerin oder ein Sammler von vorne bis hinten durchliest, ist es ein wertvolles Nachschlagewerk, wenn man einer philatelistischen Frage auf den Grund gehen möchte.

Wo kann man dieses Buch finden?
Natürlich in unserer Bibliothek Basler Taube an der Grosspeterstrasse in Basel.

Wann kann man es anschauen?
Jeden ersten, zweiten und dritten Donnerstag Nachmittag.

Wie kann man es nutzen?
In der Bibliothek oder Sie können es ausleihen, um sich darin zu vertiefen.

Sie sehen, es gibt immer wieder philatelistische Perlen, die man nur finden muss.

Johannes Hoffner, Vizepräsident Briefmarkensammlerverein Baselland