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Auktionskataloge
Beispiel Corinphila

In jeder Bibliothek eines ernsthaften Philatelisten findet man Handbücher und (Spezial-) Kataloge zum Sammelgebiet. Sie vermitteln das Grundlagenwissen über die Briefmarkenausgaben und ihren ungefähren (Ankaufs-) Wert.
Viele fortgeschrittene Sammler nutzen daneben aber auch Auktionskataloge, um Zusätzliches über ihr Sammelgebiet zu erfahren. Auktionskataloge sind jedoch in vielen philatelistischen Bibliotheken gar nicht zu finden, da ihr Wert über das Auktionsdatum hinaus von vielen gar nicht erkannt wurde. Die Stiftung Basler Taube verfolgt seit ihrer Gründung das Ziel, in ihrer Bibliothek neben den massgeblichen Handbüchern, den wichtigen Katalogen, wichtigen Zeitschriften und neben Ausstellungskatalogen als fünfte Kategorie auch die wichtigsten Auktionskataloge zu sammeln und den Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Am 3. Dezember 2010 kam in Zürich bei Corinphila, einem der führenden Auktionshäuser für Philatelie in der Schweiz und sogar weltweit, im Rahmen ihrer Winter-Auktion 2010 eine wichtige Sammlung zur Versteigerung, die in einem separaten Katalog angepriesen wurde. Obwohl damals nur 124 Lose zum Verkauf kamen, widmete das Auktionshaus angesichts der Bedeutung der Sammlung diesem Angebot einen eigenen Katalog. Darin wurden auf 69 Farbseiten die Lose genau beschrieben und jedes Los war farbig abgebildet, viele in Originalgrösse, andere auf Fototafeln verkleinert, andere vergrössert. Auf 6 weiteren Seiten wird Wissenswertes beschrieben zum Sammelgebiet oder zum Verkäufer.

Die Lose sind in der Regel sehr genau beschrieben und geben dem Leser wichtige Hinweise, z.B. auch, in welchen Sammlungen das Stück früher war. Die Auktionskataloge sind heute meist auch mit Schätz- oder Startpreisen ausgezeichnet, die wichtige Hinweise geben. Wie teuer dann das beschriebene Stück an der Auktion verkauft wurde, sagt uns die Ergebnisliste: Vielleicht wurde der Startpreis weit übertroffen, vielleicht blieb das Stück aber auch unverkauft? Seriöse Auktionsfirmen legen dies ehrlich offen. In vielen Fällen hat der tatsächlich erzielte Preis mit dem Katalogwert (z.B. gemäss Michel-Katalog) nur wenig zu tun, so finden wir oft Briefe mit ganz „billigen“ Briefmarken, die aber an der Auktion dennoch mehrere Hundert oder gar Tausende Franken kosten. Andererseits wird vielleicht eine Marke mit einem sehr hohen Katalogwert zu nur einem Zehntel dieser Notierung verkauft. Meist gibt es dafür einen plausiblen Grund.

Zu diesem Los wird neben der genauen Beschreibung auch gesagt, wie viele solche Belege existieren und aus welcher alten Sammlung dieser Brief herstammt

Auktionskataloge dokumentieren daneben in idealer Weise den Inhalt wichtiger Sammlungen. Bereits sehr früh wurden die wichtigsten Stücke meist abgebildet. Auch ältere, bedeutend einfacher hergestellte Kataloge geben in vielen Fällen wertvolle Informationen, die sonst nirgends zu finden sind.
H. Glättli, FRPSL